Eine Studie in Smaragdgrün – Brettspiel – Review

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EINE STUDIE IN SMARADGRÜN (A STUDY IN EMERALD)
von Martin Wallace nach einer Kurzgeschichte von Neil Gaiman
Schwerkraft (2015)

Altersempfehlung: ab 13 Jahren
Spieleranzahl: 2-5 Spieler
Spielzeit: 60 Min.

Preis: ca. 45,- €

HUNTER 7,3/10
+ Schöner Themenmix
+ Interessanter Mechanismenmix
+ Viel Interaktion durch die Möglichkeit sich gegenseitig zu töten
– Themenmix gefällt nicht jedem
– Nicht so thematisch wie Arkham oder Eldritch Horror
– Rollenverteilung wird meistens recht schnell klar.

CRON 7,8/10
+ cooles Setting „Sherlock Holmes + Cthulhu“
+ basiert auf einer Kurzgeschichte von Neil Gaiman
+ originelles Deck-Building-Spiel
+ zwei Parteien im Spiel: Loyalisten und Restaurationisten
– trotz der beiden Parteien kein Paranoia-Spiel wie z.B. „Battlestar Galactica“
– mit 3, 4 oder 5 Spielern besser als nur zu 2.
– Lovecraft-Puristen könnten verstört darauf reagieren, dass die „Königlichen“ einfach so zu töten sind…

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WIE WIR DAS SPIEL BESCHREIBEN:
Bei einer Partie EINE STUDIE IN SMARAGDGRÜN bekommen die Spieler bei Spielbeginn verdeckt eine von zwei möglich Identitäten zugeteilt. Entweder wird man Loyalist, ist damit den „Königlichen“ treu ergeben und versucht die Agenten der Restaurationisten-Spieler zu töten. Oder man wird eben Restaurationist (ein wirklich schwieriges Wort) und versucht die „Königlichen“ zu ermorden. Vom Mechanismus her ist EINE STUDIE IN SMARAGDGRÜN ein Deck-Builder: Wir beginnen mit einem Deck mit 10 Karten, ziehen bei Spielbeginn 5 davon auf die Hand. Kommen wir an die Reihe, dürfen wir mit unseren Karten 2 Aktionen ausführen. Wir können so beispielsweise Einflusssteine in einer von 9 verschiedenen Städten platzieren. Die Einflusssteine sind wichtig, denn nur wenn wir eine Mehrheit (bestehend aus Einflusssteinen und ggf. Agenten) in einer Stadt haben, können wir mit einer weiteren Aktion eine Karte aus dieser Stadt beanspruchen. Die Karte wandert daraufhin in unser Deck und die Einflusssteine in den Limbus, aus dem wir sie mit einer weiteren möglichen Aktion wieder zurückholen können. Außerdem können wir unsere Agenten zwischen den Städten hin- und her bewegen (zu Beginn besitzt jeder Spieler bereits 2 Agenten auf dem Spielplan). In den Städten können wir mit Hilfe von Agenten und Bombensymbolen auf Karten schließlich Attentate auf gegnerische Agenten (vor allem für Loyalisten interessnt) oder „Königliche“ durchführen (darauf sind die Restaurationisten aus). Und wir können einen Marker auf einer speziellen Loyalisten- oder der Restaurationistenleiste vorwärts bewegen. Die Mechanik mit den beiden Parteien ist auch einer der besonderen Aspekte des Spiels: Auch Loyalisten können Restaurationisten-Aktionen durchführen – und umgekehrt – allerdings bekommt man bei Spielende alle Siegpunkte, die man für die falsche Partei erspielt hat, wieder abgezogen. Das Spielende wird übrigens eingeleitet, sobald ein Spieler eine bestimmte Siegpunktzahl erreicht hat (je nach Spieleranzahl unterschiedlich), oder sobald ein Spieler seine geheime Identität enthüllen muss und er sich dabei als Restaurationist entpuppt, oder wenn der Marker auf der Loyalisten- oder Restaurationistenleiste das letzte Feld erreicht hat.

WIE DER VERLAG DAS SPIEL BESCHREIBT:
Das Spiel Eine Studie in Smaragdgrün beruht auf dem Kern der preisgekrönten Kurzgeschichte von Neil Gaiman, in der er die Welten von Sherlock Holmes und H.P. Lovecraft mit erzählerischer Kraft zusammenführt. Um aber eine für Spieler genügend aufschlussreiche Welt zu schaffen, wurden viele Elemente der realen Geschichte hinzugefügt. Das 19. Jahrhundert war eine Zeit der Unruhe, in der viele schillernde Figuren für oder gegen die herrschenden Autoritäten kämpften. Eine Studie in Smaragdgrün ist das Ergebnis der Kombination dieser drei Welten.

Zu Spielbeginn erhält jeder Spieler eine Geheimidentität, entweder als Restaurationist oder Loyalist. Diese bestimmt, wofür der Spieler während des Spiels Punkte erhält. Restaurationisten erhalten Punkte für das Ermorden der Alten (im Spiel die „Königlichen“ genannt), während die Loyalisten bemüht sind, die Restaurationisten zu identifizieren und auszuschalten.

Jeder Spieler beginnt mit seinem anfänglichen Kartendeck, von dem er fünf Handkarten zieht. Diese Karten erlauben dem Spieler, eine Reihe von Aktionen auszuführen, von denen viele mit dem Einsetzen und Aufnehmen von Einflussmarkern verbunden sind. Einfluss ist das Mittel, um mehr Karten vom Spielbrett zu erhalten. Der Spieler wird seine Kartendeck im Laufe des Spiels mehrfach durchlaufen und so seine Karten wiederholt nutzen können.

Die Strategien bilden sich aus den Karten, die ein Spieler erlangt. Manche Karten geben dem Spieler zusätzliche Agenten und andere geben ihm spezielle Fähigkeiten. Die Spieler sollten immer auf der Hut sein, ihre Identität nicht zu früh preiszugeben. Ansonsten geraten sie ins Visier ihrer Gegner.

Am Ende des Spiels offenbaren die Spieler, auf welcher Seite sie stehen. Der Spieler mit der niedrigsten Anzahl Siegpunkte belegt alle Spieler seiner Seite mit einer Strafe. Die Spieler sollten daher sehr bemüht sein, die Identität jedes Spielers herauszufinden, andernfalls droht die Niederlage aufgrund der Unfähigkeit eines einzelnen Mitspielers der gleichen Seite.

WAS ES SONST NOCH ZU WISSEN GIBT:
Die Hintergrundgeschichte des Spiels (basierend auf der gleichnamigen Kurzgeschichte von Neil Gaiman) ist einfach spannend: „Wir schreiben das Jahr 1882 und die Alten sind schon lange da. Sie kamen vor siebenhundert Jahren an und regieren seitdem den Planeten. Die meisten Leute führen ihr Leben einfach weiter und akzeptieren ihre monströsen Herrscher. Aber es gibt eine wachsende Schar von Revolutionären, welche die Menschheit von ihrer Sklaverei befreien wollen. Die Freiheitskämpfer nennen sich selbst Restaurationisten. Ein geheimer Krieg zwischen den Restaurationisten und den Alten loyal gesonnenen Kräften ist bereits ausgebrochen. Die Erfindung des Dynamits hat das Kräftegleichgewicht verschoben und ein einzelner Attentäter hatnun schon die Macht, einen Alten zu töten. In dieser Schattenwelt von Attentätern, Informanten, Agenten und Anarchisten kann niemand sicher sein, wer wirklich wer ist und für welche Seite er kämpft.“

▶Link zur Spielregel (Wir konnten bislang leider nur die engl. Spielanleitung online finden): http://www.treefroggames.com/wp-content/uploads/rules/asie-rules_2ed_eng.pdf

Für dieses Video stand uns ein Rezensionsexemplar zur Verfügung.

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