Imhotep – Brettspiel – Review #145

Hunter2016, Brettspiel Rezensionen, Kennerspiele, Kosmos3 Comments

IMHOTEP (deutsch / englisch)
von Phil Walker-Harding
Kosmos (2016)

Altersempfehlung: ab 10 Jahren
Spieleranzahl: 2-4 Spieler
Spielzeit: ca. 40 Min.

Preis: ca. 30,00 €

HUNTER 8,3/10
+ sehr rundes Kennerspiel mit viel Tiefgang
+ sehr gut balanciert
+ tolles Material, stimmiges Thema
+ sehr einfacher Einstieg
– auf Dauer fast etwas zu abstrakt
– verleitet zum Grübeln

CRON 7,8/10
+ schöne, große Holzwürfel als Stein-Ressourcen
+ unkompliziertes und elegantes Kennerspiel
+ B-Seiten der Orte sorgen für höheren Wiederspielreiz
+ funktioniert mit jeder Spielerzahl gut
– kann grübellastig werden, muss es aber nicht

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WIE WIR DAS SPIEL BESCHREIBEN:
Wir wetteifern dem legendären Imhotep nach und versuchen „Monumente für die Ewigkeit“ zu erschaffen. In insgesamt 6 Runden liefern wir Bausteine an 5 verschiedenen Orten ab, um so bei Spielende hoffentlich die meisten Punkte zu haben. Bei Spielbeginn erhält jeder Spieler ein Mini-Tableau (Vorrats-Plättchen), welches Platz für insgesamt 5 Steine bietet, außerdem werden die zur Spielerzahl passenden Rundenkarten herausgesucht, die angeben, welche Schiffe (es gibt Schiffe mit Platz für 1, 2, 3 oder 4 Steine) in jeder Runde zur Verfügung stehen. Die oberste Rundenkarte wird aufgedeckt, die entsprechenden Schiffe bereitgelegt – und dann geht es auch schon los: Wer an die Reihe kommt, hat die Auswahl aus drei Aktionsmöglichkeiten. 1.) Es können neue Steine in der eigenen Farbe aus dem Steinbruch genommen und auf das eigene Vorrats-Plättchen gelegt werden, insofern dort noch Platz vorhanden ist. 2.) Es kann ein Stein vom Vorrats-Plättchen auf einem beliebigen freien Platz auf einem der Boote platziert werden, insofern das Boot bislang noch zu keinem der Orte gefahren ist. 3.) Es kann eines der mit Steinen beladenen Boote an einen der 5 Orte gefahren werden, insofern der Ort in dieser Runde noch von keinem anderen Boot angefahren wurde und sich die auf dem Boot angegebene Mindestanzahl an Steinen darauf befindet. Sobald ein Boot zu einem Ort gefahren wird, werden die darauf geladenen Steine in einer Reihe abgeladen – angefangen bei dem Stein, der ganz vorne liegt. Je nachdem, welcher Ort mit dem Boot angefahren wurde, passieren nun unterschiedliche Dinge. Da es in jeder Runde übrigens nur 4 Boote, aber immer 5 Orte gibt, wird immer 1 Ort pro Runde von keinem der Boote angefahren. Sobald dann alle 4 Boote zu einem Ort gefahren wurde, endet die aktuelle Runde. Nach 6 Runden ist Schluss – und der Spieler mit den meisten Punkten gewinnt. Um zu verstehen, wofür es denn nun genau Punkte gibt, muss man sich die 5 Orte genauer anschauen. Da gibt es einmal den Markt, auf dem in jeder Runde 4 verschiedene Karten erhältlich sind, die unterschiedlichste Effekte und Spielvorteile bringen. Für jeden Stein, der hier abgeliefert wird, erhält der entsprechende Spieler eine Markt-Karte. Bei der Pyramide werden die abgeladenen Steine in einer vorgegebenen Reihenfolge platziert – jeder platzierte Stein bringt dabei unterschiedlich viele Punkte, die sofort vergeben werden. Beim Tempel werden abgeladene Steine einfach auf das nächste freie Feld gesetzt – gibt es kein freies Feld mehr, werden die Steine der Reihe nach von vorne wieder überbaut. Am Ende jeder Runde gibt es hier für jeden Stein in der eigenen Spielerfarbe, der von oben betrachtet im Tempel sichtbar ist, einen Punkt. In der Grabkammer werden die Steine auch in einer vorgegebenen Reihenfolge abgeladen und bei Spielende gibt es Punkte für verbundene Flächen in der eigenen Stein-Farbe. Dann gibt es noch den Obelisken, wo beim abladen einfach alle Steine in der eigenen Farbe aufeinandergestapelt werden – wer bei Spielende den größten Obelisken hat, erhält auch die meisten Punkte. Jeder Ort besitzt zusätzlich noch eine B-Seite mit variablen Regeln, die beliebig mit den A-Seiten der Orte kombiniert werden können und so noch einmal für einen höheren Wiederspielreiz sorgen.

WIE DER VERLAG DAS SPIEL BESCHREIBT:
Imhotep war der erste und berühmteste Baumeister Ägyptens. In diesem Strategiespiel werden die Spieler selbst zum Baumeister und erschaffen wie Imhotep Monumente für die Ewigkeit. Dafür werden Steine benötigt, die mit Booten zu verschiedenen Baustätten gebracht werden müssen. Doch die Spieler bestimmen nicht alleine, wohin die Boote mit ihren Steinen fahren. Denn die Mitspieler haben eigene Pläne und wollen den Erfolg der jeweils anderen Baumeister verhindern. Ein heftiger Wettstreit um die wertvollsten Stein-Lieferungen entsteht. Nur mit der richtigen Taktik und etwas Glück können die Spieler erfolgreich sein und Ägyptens beste Baumeister werden.

▶Link zur Spielregel: http://www.kosmos.de/_files_media/mediathek/downloads/anleitungen/2733/imhotep.pdf

Für dieses Video stand uns ein Rezensionsexemplar zur Verfügung.

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3 Comments on “Imhotep – Brettspiel – Review #145”

  1. Vielen Dank für diese – wie wir es ja alle gewohnt sind – hervorragende und kurzweilige Rezension!
    Mich würde nur interessieren, ob Ihr das Spiel TAL DER KÖNIGE kennt? Ist schon etwas älter – wurde damals aber als absoluter Geheimtip unter den Strategie und Taktik-Spielen gehandelt. Die Spielmechanik bei Imhotep ist schon ziemlich cool, gleichzeitig ist das Spiel aber dadurch auch ziemlich glückslästig. Echtes Taktieren ist ja praktisch nicht möglich, da absolut unberechenbar. Hat natürlich seinen Reiz, allerdings ist meiner Meinung nach TAL DER KÖNIGE da irgendwie stimmiger. Die Grundidee für Imhotep stammt mit Sicherheit aus diesem Spiel von damals. Allein schon durch die Holzwürfel und das Punkte-Sammeln für Pyramiden-Bauen.

  2. Vielen Dank für diese – wie wir es ja alle gewohnt sind – hervorragende und kurzweilige Rezension!
    Mich würde nur interessieren, ob Ihr das Spiel TAL DER KÖNIGE kennt? Ist schon etwas älter – wurde damals aber als absoluter Geheimtip unter den Strategie und Taktik-Spielen gehandelt. Die Spielmechanik bei Imhotep ist schon ziemlich cool, gleichzeitig ist das Spiel aber dadurch auch ziemlich glückslästig. Echtes Taktieren ist ja praktisch nicht möglich, da absolut unberechenbar. Hat natürlich seinen Reiz, allerdings ist meiner Meinung nach TAL DER KÖNIGE da irgendwie stimmiger. Die Grundidee für Imhotep stammt mit Sicherheit aus diesem Spiel von damals. Allein schon durch die Holzwürfel und das Punkte-Sammeln für Pyramiden-Bauen.

  3. Profilbild von Paletti

    Das Spiel macht wirklich einen sehr guten Eindruck. Es hat den Anschein, dass es vermutlich zu zweit am besten funktioniert, weil man da taktischer spielen kann als wenn man zu dritt oder zu viert spielt.

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